Ein Arbeitsschwerpunkt des neugegruendeten Institutes fuer Chemie und Biologie des Meeres der Universitaet Oldenburg ist die Erforschung der Oekologie der Nordsee. Untersucht werden soll vor allem der Stoffkreislauf im Kuestensediment: hier werden Schadstoffe angelagert oder umgesetzt, die nachhaltig die Fauna und Flora beeinflussen. Dabei geht es nicht nur um direkt sichtbare Schaedigungen, wie sie z.B. eine Oelpest hervorruft, sondern auch um Veraenderungen, die sich in der Mikrofauna und -flora ueber Jahre hinweg abspielen koennen, und die ueber Nahrungsketten und andere oekologische Zusammenhaenge alle Bereiche des kuestennahen Lebens beeinflussen. Einbringung, Transport und Verbleib von organischen Stoffen im Kuestensediment ergeben darum eine wichtige wissenschaftliche Fragestellung; ihre Untersuchung erfordert neben biochemischer und biologischer Forschung auch die Entwicklung neuer messtechnischer Methoden. Hier wird ein Verfahren aus der Kernphysik vorgestellt, die Cf252-Plasma-Desorptionsmassenspektroskopie.